DRAMA

30 min | 35 mm | Deutschland 2010

mit Carmen Birk, Stefan Riedner, Maggy Domschke, Effi Rabsilber, Tabea Reinhardt, Kilian Safarik

PRODUKTION KHM Köln und Subkutan Film/Arne Globisch
KAMERA Sin Huh
MUSIK Philipp E. Kümpel und Andreas Moisa

REGIE, DREHBUCH, SCHNITT Juliane Engelmann

 

 

 

 

Die 23- jährige Anna ist mit der Erziehung ihrer drei Kinder völlig überfordert. Seit ihr Mann seine Affäre schamlos vor ihren Augen auslebt, gerät sie immer mehr in einen emotionalen Ausnahmezustand. Stillschweigend erträgt sie die häuslichen Zustände und versucht die Familie zusammenzuhalten. Eine erneute Schwangerschaft will sie deshalb nicht wahrhaben und verheimlicht diese so lange bis sie von der Geburt überrascht wird.

 Lobende Erwähnungen der Jury Kurzfilmfestival Landshut:

„Bevor wir zum Siegerfilm kommen, möchten wir als Jury noch einen Film besonders erwähnen der uns nachhaltig beeindruckt hat.
Hier konnte man einem Regietalent bei der Entfaltung zusehen. Der Film wird in seinem Verlauf immer besser, immer intensiver, immer packender und wirkt schließlich über das Ende hinaus. Er greift mutig ein Thema auf, dass meist nur Entsetzen und Ratlosigkeit auslöst und traut sich, den Zuschauer in einem Gefühl der moralischen Verwirrung zurückzulassen. Ausdrücklich lobend erwähnen möchte die Jury den Film NARBEN IM BETON (Kunsthochschule für Medien Köln) von Juliane Engelmann."

 

Jury-Begründung Filmfest Düsseldorf:

„Das behutsam gefilmte Porträt einer jungen Mutter, die versucht aus dem Kreislauf der Armut und Abhängigkeit auszubrechen und dies letztlich auch in einem Kraftakt schafft, hat uns sehr beeindruckt. Dabei schaffte Juliane Engelmann es ohne den erhobenen moralischen Zeigefinger eine subtile Bestandsaufnahme von Deutschland im Jahre 2010 zu präsentieren, weit jenseits des Prekariats-Fernsehens. Auch die hervorragende darstellerische Leistung aller Protagonisten ist zu loben, die es schaffen, die heikle Thematik des Filmes gekonnt und ohne Übertreibung zu inszenieren. Erfreulicherweise verzichtet der Film trotz des schwerwiegenden Themas darauf, den Zuschauer mit einem schlechten Gefühl zu entlassen. Die Nebenschauplätze der Handlung beleuchten gekonnt, dass ein anderes Leben möglich ist ? sei es in der nach langer Zeit wiedergefundenen alten Freundin oder den Kindern."

 

Alfred Holighaus über „Narben im Beton" aus dem Berlinale-Artikel „Zufall, der sein muss"
(...)Narben im Beton dagegen muss man schlichtweg aushalten. Jenseits von irgendwelcher spekulativen Darstellung wird hier sehr klar und einfach eine Geschichte erzählt, deren soziale Konstellationen dem Zuschauer wirklich einiges abverlangen. Die Regisseurin ist äußerst weit gegangen mit ihren Beobachtungen und hat einen sehr berührenden Film gemacht, der vor allem der Gefahr der Elendsgeilheit entgeht.(...)

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